"Lieber Vati. Wie ist denn das Wetter bei Dir? Ich glaube Du wirst es nicht wissen, weil zu Dir keine Sonne und kein Regen kommt", schrieb mein Bruder Alexius am 3. März 1939 an meinen Vater ins Gefängnis. Mein Vater saß in Gestapohaft, mein Bruder und ich waren in einem Kloster untergebracht worden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2014
Andreas Wang ist erschüttert über diese Erinnerungen von Michael Kogon, zeigen sie ihm doch, in welcher Weise die sogenannte Flakhelfergeneration im Krieg für alle Zeit verletzt wurde. Die im Briefwechsel mit dem im KZ internierten Vater für den Rezensenten zunehmend sichtbare Entfremdung stimmt Wang traurig. Die Tragik besteht für ihn unter anderem in der Realitätsverleugnung durch den Vater, für den seine Kinder schließlich nur noch in der Vorstellung und als Ideal existieren. Das Buch deutet Wang nicht als Vatermord, sondern als Dokument einer zerstörten Kindheit, das stellvertretend für viele andere steht.
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