Der Schlaf ist ein rätselhaftes Phänomen. Man weiß über ihn weit weniger als über den Traum. Er gilt allgemein als Verwandter des Todes und als ein Zustand, der ohne Träume dem Nichts gleich käme. Dennoch übte er auf Künstler und Literaten eine große Faszination aus, die sich u.a. in der Erfindung der Gottheit Hypnos durch Homer zeigt. Eva Kocziszky geht dieser Geschichte des Schlafs und den Transformationen antiker Vorstellungen nach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2019
Rezensent Michael Mönninger verspricht erhellende Lektüre mit Eva Kocziskys Kulturgeschichte des Schlafes. Wie der Schlaf in den unterschiedlichen Epochen von der Antike bis zur Moderne stets umbewertet wurde, kann ihm die Germanistin anhand von Beispielen aus Kunst und Literatur rasant veranschaulichen: Dass der Schlaf in der Spätantike als "Begegnung mit den Göttern" erschien, erfährt der Kritiker hier ebenso, wie er liest, dass der Schlaf im Christentum als Strafe für die Erbsünde galt. Sprachliche und orthografische Fehler ermüden den Rezensenten allerdings. Und einen Hinweis auf "große Schlafapologeten" wie Walter Benjamin oder Peter Sloterdijk vermisst Mönninger auch.
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