Nach "Am Ende schmeißen wir mit Gold" und "Das Umgehen der Orte" beschließen diese Stories den Bogen einer Trilogie über das Auswegsuchen in unserer rasenden Gegenwart: Während Simon und Sophie zu einem Familientreffen unterwegs sind, zettelt Lukas einen Nachbarschaftskrieg an, erfährt ein einsamer Bäcker vom Tod Charles Mansons, hofft Ella auf Erlösung, prophezeit ein Türsteher den Untergang. Und auch Max Flieger nimmt einen neuen Anlauf. Was die einen scheitern lässt, nutzen andere als Sprungbrett aus dem Stillstand und der eigenen Komfortzone hinaus. Fabian Hischmann zeichnet ein Panorama zwischenmenschlicher Beziehungen und erinnert uns daran, dass es nicht immer nur eine Wahrheit gibt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.08.2019
Sarah Elsing respektiert Fabian Hischmann schon fürs widerständige Weitermachen. Ob das reicht für einen Autor? Hischmanns Geschichten bezeichnet sie wie gehabt als "Institutsprosa", gut geölt, vorhersehbar, langweilig. Thematisch kommt der Autor mit irgendwie gebrochenen Alltagsbanalitäten auch nicht wirklich überzeugend rüber, findet sie, und immer, wenn es interessant bzw. tiefsinniger werden könnte, bricht der Text schon ab. Ein paar gute Beobachtungen sind auch darunter, aber mehr als Skizzen sind das nicht, so Elsing.
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