Fabio Stassi

Die Trophäe

Roman
Cover: Die Trophäe
Kein und Aber Verlag, Zürich 2010
ISBN 9783036955407
Gebunden, 283 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Monika Köpfer. Im Paris der Zwanziger Jahre verliebt sich der junge Rigoberto Aguyar Montiel unsterblich in Consuelo, eine schöne Andalusierin, die für die Siegertrophäe der bevorstehenden ersten Fußballweltmeisterschaft Modell steht. Als die Angebetete kurz danach auf mysteriöse Weise verschwindet, schwört sich der verzweifelte Rigoberto, wenigstens den Pokal in seinen Besitz zu bringen. Eine Irrfahrt rund um den Globus beginnt: Als Sportjournalist getarnt, reist er von Weltmeisterschaft zu Weltmeisterschaft, gelangt vom faschistischen Italien der 30er-Jahre über das revolutionäre Kuba der 50er und das Swinging London der 60er schließlich in das von Diktaturen gebeutelte Südamerika der 70er. Die Trophäe ist ein lebendiger Roman über die Abenteuer eines unbeirrbaren Rebellen, der sich mal im Spanischen Bürgerkrieg, mal im aufständischen Brasilien verausgabt, und ist zugleich eine Reise durch das 20. Jahrhundert ein Abgesang an eine Epoche, ihre Irrtümer, ihre Menschen, ihre Mythen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2010

Martin Halter zeigt wenig Begeisterung für Fabio Stassis Roman "Die Trophäe", in der ein als Sportjournalist getarnter Schwindler dem legendären Fußballpokal "Coupe Jules Rimet" und seinem lebenden Modell nachjagt. Nach der Figur eines Forrest Gump findet sich der Protagonist in historisch verbürgten Situationen wieder, die er maßgeblich beeinflusst haben will, erklärt der Rezensent. Hier stützt sich der italienische Autor auch auf das bewährte Konzept seines Romans "Die letzte Partie", in dem er sich mit zwei Schachspielern ähnlich "sportlich durch die Zeitgeschichte hangelt", so Halter, der allerdings findet, dass es der vorliegende Roman an erzählerischer Eleganz nicht damit aufnehmen kann. Sprunghaftigkeit, Sentimentalität und mitunter gar Kitsch wirft er dem Buch vor, das ihn mit seinen Sprüngen von Ereignis zu Ereignis nicht in den Bann ziehen konnte und sogar gelangweilt hat, wie er zugibt.
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