Florian Illies porträtiert seine persönlichen Helden von Max Friedlaender über Gottfried Benn und Harry Graf Kessler bis hin zu Andy Warhol. Und er erkundet, warum die besten Maler des 19. Jahrhunderts am liebsten in den Himmel blickten und begannen, Wolken zu malen, er erzählt, was sie scharenweise in ein kleines italienisches Dörfchen namens Olevano trieb, fragt sich, ob Romantik heilbar ist - und adressiert einen glühenden Liebesbrief an Caspar David Friedrich.
Vor allem faszinieren Florian Illies die Maler und die Bilder selbst, Vergangenheit wird in seinen Texten unmittelbar als Gegenwart erfahrbar, unter seinem Blick entstehen bewegte Bilder in Farbe, werden aus historischen Figuren leidenschaftlich liebende und lebende Menschen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2018
Rezensentin Rose-Maria Gropp liebt ihren Florian Illies. Wie der uns die Kunst erklärt, die Romantik vor allem, aber auch Warhol, ohne Anspruch auf einen Kanon, dafür inspiriert und verständlich zugleich, metaphernsatt, das fasziniert Gropp über die Maßen. Ob die Einschätzungen des Autors in den 32 Aufsätzen, Vorträgen und Zeitungsartikeln aus 20 Jahren für den Leser immer nachvollziehbar sind oder nicht, findet sie nicht so wichtig, Hauptsache sie sind mitreißend.
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