Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. Unter ihrem unauffälligen Erscheinungsbild offenbart sich die Weisheit bei François Jullien als ein Anderes der Philosophie, das tückischer ist als die Sophistik oder die Theologie, ihre traditionellen Gegenspielerinnen. Die Weisheit ist im Grunde beunruhigender, ihre Anti-Philosophie virulenter: auf Wahrheit, sagt sie, kann man verzichten, denn Übereinstimmung genügt; über die Dinge gibt es nichts zu sagen, denn das Reden blockiert nur deren geregelten Lauf; vor allem aber muss man sich vor Ideen hüten, denn sie fixieren und kodifizieren unser Denken, beschränken unseren Handlungsspielraum. In Europa gibt es nur ein paar verstreute Bruchstücke der Weisheit: Pyrrhon, die Stoiker, Montaigne. In China dagegen, wo kein Gebäude der Ontologie errichtet wurde, ist die Weisheit der "Weg".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…