Aus dem Englischen von Jens Hagestedt. Dieses Buch handelt von den zehn fundamentalen Prinzipien, die unsere Welt im Innersten zusammenhalten. Es wurde mit dem Ziel verfasst, die zentralen Botschaften der modernen Physik so einfach wie möglich darzustellen, ohne es an Genauigkeit fehlen zu lassen. Dabei geht es um weit mehr als um bloße Fakten, so faszinierend diese auch sein mögen. Es geht auch um die Denkweise, die es uns ermöglicht, diese Fakten überhaupt zu entdecken; sie ist selbst eine große Entdeckung. Ein Blick in den klaren Nachthimmel genügt, um den verschwenderischen Reichtum wahrzunehmen, der die Natur charakterisiert. Es gibt jede Menge Raum, Zeit, Materie und Energie. Dieser Fülle steht eine große Sparsamkeit gegenüber, was die Bausteine und Gesetze angeht, die das ungeheure Universum, aber auch unsere sehr viel kleineren Körper in Gang halten. Frank Wilczek stellt auf zugängliche Weise dar, welches diese Prinzipien sind und wie sie funktionieren, was wir darüber wissen und warum wir es wissen. Zugleich nimmt er uns auf eine Reise in die Zukunft mit und öffnet unseren Blick dafür, was wir vielleicht schon bald begreifen werden. Unser Verständnis der Natur wächst immer noch und verändert sich. Wir Menschen sind nur ein Teil der Natur, aber jener, in dem sie zur Erkenntnis ihrer selbst gelangt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2021
Rezensent Ulf von Rauchhaupt muss lange suchen nach dem berühmten Wortwitz des Autors im Buch des Physikers Frank Wilczek. Auch der Mangel an Grundsätzlichem im Buch enttäuscht den Rezensenten etwas angesichts des Untertitels. Hat er sich mit der unsystematischen Anlage des Ganzen erst arrangiert, entdeckt er inmitten des "Sammelsuriums" von populärwissenschaftlichen "Versatzstücken" jedoch Originelles, etwa zu Wilczeks Steckenpferd der Teilchentheorie. Sobald der Autor allerdings philosophische Fragen angeht, wird es Rauchhaupt schon wieder zu seicht. Insgesamt überzeugen ihn die beiden letzten Kapitel am meisten. Was der Autor dort zur Komplementarität zu sagen hat, ist unbedingt lesemswert, findet Rauchhaupt. Sachliche Fehler und "schlampige" Erklärungen, auf die der aufmerksame Rezensent bei der Lektüre durchaus stößt, schreibt er der Übersetzung zu.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…