Aus dem Französischen von Ruth Gantert. Die Geschichte überrascht uns immer, denn sie hat nachträglich immer recht. Sie kann ohne Weiteres Schauplatz eines offenen Krieges gegen die Modernität und gegen die Wissenschaft werden, wenn letztere nur ihren Befehlen unterstellt ist - doe Wissenschaft, deren "Mund zu küssen gefährlich ist", wie William Faulkner sagte. Die ausgelöschte Geschichte und den Krieg der Zeit zu beschwören, dies versucht, in ungelenker Weise ausgedrückt, das Manifest, das mit dem ersten Band eröffnet wird. Weitere werden folgen, auf den Spuren der Ungewissheit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2016
Stefan Zweifel schaut auf Frédéric Pajaks Werk wie auf einen Freudschen Wunderblock. Als Abdruck des Unbewussten, dessen, was allzu schnell vergeht, erscheinen ihm Pajaks Tuschezeichnungen in Kombination mit seinen Texten, die laut Rezensent zusammen eine Art Manifest des Ungewissen ergeben. Dass die Leserin die Zeichnungen mit Eigenem zu füllen hat, ist ihm ein Anstoß. Die so zustande kommende Synthese zwischen Tuschezeichnung und biografischen Momenten, Autoren- und Bildzitaten findet Zweifel bemerkenswert. Den ersten auf Deutsch vorliegenden von bisher vier Teilen von Pajaks "Ungewissem Manifest", der Walter Benjamin als Träumer zeichnet, nimmt der Rezensent als Versprechen.
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