Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2002
Es geht diesem Buch um nichts geringeres als eine "Theorie der Staatsaufgaben". Die theoretische Grundlage ist die eines "methodologischen und normativen Individualismus". Kritik bringt der Rezensent Norbert Tofall bei der Frage nach dem "gerechten Preis" an, die die Autoren stellten, ohne auf die "prämoderne" Herkunft des Problems hinzuweisen. Sie gelangten so nicht über das wohlfahrtsstaatliche Paradigma hinaus, statt - wie der Rezensent vorschlägt - das Soziale über eine Theorie der Koordinierung der Einzelnen in den Blick zu bekommen. Darin liegt nach Meinung Tofalls ein fataler und durch die postmoderne "anything goes"-Geste der Autoren nicht zu heilender Fehler des ganzen Ansatzes: es führt vom Individualismus kein Weg zu allgemeiner Ergebnisgerechtigkeit. Alles, was bleibt, ist das Verfahren, auf das man sich im liberalen Rechtsstaat einigen muss.
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