Musik: Degeyter / Eisler / Maske. Laufzeit 87 Minuten. 1848 erschien in London ein Text, der die Welt veränderte. Er wurde zum Ausgangspunkt ökonomischer Systeme, politischer Konflikte und nicht zuletzt einer Vielzahl von Missverständnissen, die bis heute das politische Bewusstsein prägen. Das von Karl Marx und Friedrich Engels verfasste Programm der Kommunistischen Partei ist als historisches Dokument einmalig und überrascht durch seine mitunter erschreckend weitsichtigen Analysen u.a. zur Ausbeutung der Arbeiter oder zur Globalisierung. Katharina Thalbach leiht in einer künstlerischen Lesung diesem Text ihre Stimme.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
Der Rezensent Tobias Lehmkuhl steht dieser Hör-CD ambivalent gegenüber. Die Version der Internationale, die die Lesung des "Kommunistischen Manifests" einleitet und die ihn beim ersten Hören schwer irritiert, findet er erst dann ganz interessant, als er mehr über die Hintergründe dieser Interpretation weiß. Mit dem Vortragsstil von Katharina Thalbach, die sich im Anschluss das Manifest vornimmt, kommt er jedoch gar nicht zurecht. Ihn stört, dass die Schauspielerin zwischen Identifizierung und Desinteresse schwankt. Abstand nehmen ohne unbeteiligt zu sein, das hätte sich Lehmkuhl gewünscht: "Ein dritter Weg, der einer kritischen Lektüre, die die historische Distanz deutlich macht, die inhaltliche Nähe aber nicht verleugnet, wollte ihr leider nicht gelingen."
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