Fritz J. Raddatz, einer der profiliertesten Publizisten Deutschlands, entwirft ein Porträt des weltberühmten Dichters, das auf feinsinnige Art Leben und Werk aufeinander bezieht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2009
Angetan, aber nicht unkritisch äußert sich Walter Hinck über Fritz J. Raddatz' Rilke-Biografie. Zwischen höchster Bewunderung und Respektlosigkeit gegenüber dem Dichter sieht er den Autor pendeln. Neben Interpretationen, denen er skeptisch gegenüber steht, etwa Raddatz' Vermutung einer homoerotischen Beziehung zwischen Rilke und Rodin, findet er in dem Buch immer wieder höchst faszinierende Ausführungen. Zu diesen zählt er zum Beispiel die Kapitel über den Roman "Malte Laurids Brigge". Für brillant hält er in diesem Zusammenhang auch den Überblick über die europäische Literatur der ersten Jahrhunderthälfte. Dass Raddatz nicht alle Gedichte Rilkes eingehender betrachtet, scheint Hinck verzeihlich. Zu schätzen weiß er die "eigenwilligen, manchmal auch aufregenden Annäherungen" des Autors an die "Duineser Elegien". Allerdings wird Raddatz seines Erachtens dem eigenen Anspruch, Rilke mit "kühlem Verstand" zu lesen, nicht immer gerecht. Raddatz ist für ihn eben der "Turbo unter den deutschen Essayisten". Und eines ist das Buch zur Freude des Rezensenten nie: langweilig.
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