Gottlieb Freges Interesse an Funktionen, die den Kategorien "Sinn" und "Bedeutung" zugeteilt sind, macht deutlich, dass seine Ausführungen in einem viel engeren Verhältnis zu seiner Philosophie der Mathematik stehen, als gemeinhin angenommen wird. Dies könnte verständlich machen, warum mit Sinn und Bedeutung manche Fragen zur Funktionsweise von Ausdrücken nicht nur nicht beantwortet sind, sondern der Antwortversuch in Aporien führt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2002
Manfred Geier zeigt sich sehr angetan von Gabriele Mras Untersuchung "Wahrheit, Gedanke, Subjekt. Ein Essay zu Frege". Neben Lothar Kreisers großer Frege-Biografie und Markus Stepanians allgemeinerer Einführung in Freges Denken liegt mit Mras Arbeit nun eine Untersuchung vor, die sich spezieller mit Freges radikal entsubjektiviertem Gedanken-Konzept auseinandersetzt. Mras zeigt, bemerkt der Rezensent anerkennend, "was Frege eigentlich wollte". Wer sich bei der Beschäftigung mit Freges Theorie der logischen Gegenstände beziehungsweise Gedanken, die nach Frege weder zur wahrnehmbaren äußeren Welt, noch zur inneren Welt der subjektiven Vorstellungen gehören, "sachkundig leiten lassen möchte", dem empfiehlt der Rezensent Gabriele Mras Essay.
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