Georg Christoph Lichtenberg schrieb zu den Blättern des englischen Satire-Zeichners William Hogarth (1697-1764) witzige Erläuterungen und beißende Kommentare, die er regelmäßig im "Göttinger Taschen Calendar" veröffentlichte. Zum 200. Todestag Lichtenbergs erscheinen die Texte und die Kupferstiche erstmals in Buchform.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Auch wenn in Lichtenbergs Kalender-Erklärungen nur kleine Ausschnitte von Hogarths Werken wieder gegeben werden, genügen nach Claus Heinrich Meyer nur "weniger Striche", um neugierig zu machen. Meyer zeigt sich erstaunt, dass die poetischen Beschreibungen Lichtenbergs auch nach zweihundert Jahren alle Laster und Abgründe vor dem inneren Auge des Lesers deutlich erscheinen lassen. Ein grosses Lob schickt er an die Adresse des Herausgebers Wolfgang Promies: Erstmals seien alle Kalender-Erklärungen von 1783 bis 1795 sowie Riepenhauers Stücke nach Hogarth und 57 vollständige Blätter nach Originalen zusammengefasst. Promies habe außerdem einen Anmerkungsapparat angefügt, der wissenschaftlich und erhellend sei. Meyer bedauert nur, dass Promies` "Vor-Wort" erst am Ende des Buches zu finden ist. Zudem sei dieser Text - wie auch die Anmerkungen - aufgrund des Schriftbildes unnötig anstrengend zu lesen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…