Herausgegeben von Barbara Duden, Karen Hagemann, Regina Schulte und Ulrike Weckel. Dieser Band lädt zum Lesen und Schauen ein. Viele bekannte Autorinnen und Autoren führen in kurzen Geschichten vor Augen, was Gemälde und Fotos, Romane und Volkslieder, Traktate und Biografien über Ordnung und Unordnung im Geschlechterverhältnis verraten. Hier können Sie etwa erfahren, wie ernst im späten 18. Jahrhundert wohl der Vorschlag gemeint war, eine "Universität für das schöne Geschlecht" zu gründen, zu welchem Zweck alljährlich Männer lärmend zum Vatertag ausziehen, wofür Muttermilch so alles gut sein kann und an wen Kaiser Wilhelm II. Nähmaschinen verschenkte - und es sind noch zahlreiche weitere Fußnoten der (Geschlechter-) Geschichte zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.03.2003
Dieses Buch ist der Sozialhistorikern Karin Hausen zum 65. Geburtstag gewidmet, weiß Martina Kessel zu berichten. Es sind 49 Miniaturen, die nach der "(Un)Ordnung der Geschlechter suchen" und einen Beitrag zur "heiteren Wissenschaft" liefern, die sich schon 1913 Kurt Hiller gewünscht hatte. Überaus "gelungen" und in Teilen "grandios" findet die Rezensentin dieses Werk und der Jubilarin durchaus würdig, denn diese "pflegt den (selbst)ironischen Blick auf das eigene Fach". So ist auch eine "grandiose Persiflage" auf eine Abhandlung aus dem 19. Jahrhundert enthalten über den "Umstand", dass Männer bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bunt ausstaffiert waren und "nun mehr durch den grauen Anzug den Blicken entzogen" sind.
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