Ihre Entdeckung war eine der großen wissenschaftlichen Sensationen der letzten Jahre und gab schlagartig vielen scheinbar ausschließlich menschlichen Fähigkeiten eine biologische Basis: Spiegelneurone in unserem Gehirn spielen eine Schlüsselrolle, wenn wir uns in andere Menschen einfühlen, wenn wir ihre Gefühle und Absichten erspüren, wenn wir Mitleid empfinden. Giacomo Rizzolatti hat die Spiegelneurone vor zehn Jahren in der Großhirnrinde von Rhesusaffen entdeckt. Die Neurone haben die erstaunliche Eigenschaft, immer gleich zu reagieren, egal ob der Affe eine Handlung selber ausführt oder ob er diese Handlung bei anderen beobachtet. In diesem Buch schreibt Giacomo Rizzolatti, zusammen mit Corrado Sinigaglia, zum ersten Mal selber über die weitreichenden Konsequenzen seiner Entdeckung, über die vielen Domänen unseres Denkens, Handelns und Empfindens, in denen das Spiegel-Prinzip eine Rolle spielt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2009
Handlich ist es und hervorragend geeignet als Überblick über die aktuelle Forschung zum Thema Empathie. So wirbt Dieter Thomä für diesen vom Entdecker der Spiegelneurone und einem Mitarbeiter besorgten Band. Die eigentliche Sensation liegt für Thomä allerdings in der Richtung, die Giacomo Rizzolatti und Corrado Sinigaglia dem Disput zwischen Lebens- und Geisteswissenschaften mit ihrer Arbeit weisen. Rizzolattis Pragmatismus, der sich für Thomä darin zeigt, dass der Neurologe die Verbindung zwischen Vorgängen im Gehirn und äußeren Einflüssen herauszustreichen sucht, findet der Rezensent so sympathisch wie sinnvoll bei der Erklärung menschlichen Sozialverhaltens. Schade findet Thomä allerdings, dass der Band die "frappierenden" Überschneidungen zwischen Empathieforschung und Aristotelischer Ästhetik nicht thematisiert.
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