Gidon Kremer

Zwischen Welten

Cover: Zwischen Welten
Piper Verlag, München 2003
ISBN 9783492044592
Gebunden, 432 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Gidon Kremer, einer der großen und aufregenden Geiger unserer Zeit, blickt zurück auf einen wichtigen Abschnitt seiner künstlerischen Entwicklung und seiner Karriere. Die Erfahrungen mit der Sowjetunion, einem Weltreich vor dem Zusammenbruch, mit den Widersprüchen eines totalitären Regimes, schließlich seine Erlebnisse als gefeierter Geiger im Westen zeichnen das klare Bild einer turbulenten Epoche. Wie wurde ein Tschaikowsky-Preisträger im eigenen Land behandelt? Wie konnte er seine Musik und sich von ideologischen Zwängen freihalten? Wie als "sowjetischer Künstler" im Westen leben und spielen? Kremer erzählt auch von seiner Kunst, seinem immensen Repertoire und von den großen Musikern seiner Zeit wie seinem Lehrer David Oistrach, wie Mstislaw Rostropowitsch, Swjatoslaw Richter oder Dmitri Schostakowitsch

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003

Dieses Buch des großen Geigers Gidon Kremer ist nicht einfach die Fortsetzung seiner Autobiografie, sondern Auseinandersetzung mit einem sehr spezifischen Teil seiner Vergangenheit, nämlich den Jahren in der Sowjetunion. Beschrieben werden die Umstände, unter denen er, aber auch andere Musiker, dort ihren Beruf ausüben konnten - oder auch nicht. Kremer schildert, nicht ohne "Selbstzweifel", so Harald Eggebrecht, wie das politische System "Missgunst und auch Verrat" begünstigte und entwickelt so etwas wie eine "Porträtgalerie des 'Musicus sowjeticus'", die nicht sehr "erheiternd", dafür aber sehr "erhellend" ist. Erwähnung finden die Dirigenten Kondraschin, Roschdestwenski oder Swetlanow, die sich in unterschiedlicher Weise zwischen Anpassung, Widerstand und Exil bewegten. Sich selbst beschreibt Kremer als "zwischen Mut und Kleinmut" schwankenden "Grenzgänger" und verschweigt auch sein "Unbehagen im westlichen Musikbetrieb" nicht.

Beliebte Bücher

Heike Geißler. Michaela Kohlhaas - Roman . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Heike Geißler: Michaela Kohlhaas
"Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem…
Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Nelio Biedermann. Lázár - Roman . Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2025.Nelio Biedermann: Lázár
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…