Gordon Parks

A Harlem Family 1967

Cover: A Harlem Family 1967
Steidl Verlag, Göttingen 2013
ISBN 9783869306025
Gebunden, 112 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

In englischer Sprache. "Gordon Parks: A Harlem Family 1967" honours the legacy and the work of late iconic artist and photojournalist Gordon Parks, who would have turned 100 on November 30, 2012. The exhibition catalogue is co-published by The Studio Museum in Harlem and The Gordon Parks Foundation and features approximately eighty black and white photographs of the Fontenelle family, whose lives Gordon Parks documented as part of a 1968 Life magazine photo essay. A searing portrait of poverty in the United States, the Fontenelle photographs provide a view of Harlem through the narrative of a specific family at a particular moment in time.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2013

Begeistert berichtet Freddy Langer über zwei Editionen mit Fotos von Gordon Parks, einen Band über eine Familie in Harlem, der einen Eindruck von Parks' sozialdokumentarischem Ansatz gibt, und einer monumentalen Werkausgabe in sechs Bänden, die die überwältigende Fülle von Parks' Fotografien - so der Rezensent - auch im Kontext wiedergibt: Zum Beispiel sieht man die Reportagen im Originallayout von Zeitschriften wie Life, wo die Fotos zuerst erschienen. Bis heute tief beeindruckt ist Langer davon, wie Parks als schwarzer Fotograf Zugang zu Ausschnitten der amerikanischen Realität gewann, die für andere Fotografien unerreichbar war. Wichtig ist Langer trotzdem auch die Anmerkung, dass sich Parks nicht auf die Sozialreportage beschränkte, sondern auch mit Abstraktion experimentierte und Modestrecken fotografierte.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.03.2013

Lennart Laberenz fühlt sich von Gordon Parks' Fotoband "A Harlem Family 1967" an die guten alten Zeiten des Journalismus erinnert, als Reportagen Konsequenzen hatten und "nicht im Sensationswert erstarben". Gordon Parks war der erste schwarze Redakteur und Fotograf für das "Life" Magazin, und als ein Vorgesetzter ihn 1967 auf die Proteste der schwarzen Bevölkerung gegen eine diskriminierende Justiz und eine ungerechte Gesellschaft ansprach, beschloss er, das Leben einer Familie in Harlem zu dokumentieren, der Fontenelles, berichtet der Rezensent. Die Bilder erweitern die Reportage, die damals im Magazin abgedruckt und glücklicherweise auch dem Buch wieder beigefügt wurde, erklärt er. Sie zeigen das heruntergekommene Haus der Familie, wo der Putz von den Wänden platzt, sie zeigen sehnsüchtige Blicke aus dem Fenster, Gewalt in der Familie, Porträts. Die Kamera liefert nicht nur einen Blick von außen, meint Laberenz, sie versteht den Blick der Familie, eignet ihn sich an. Auch wenn die Reportage damals ausreichend Spenden provozierte, um der Familie ein kleines Haus in Long Island zu kaufen, kennt der Rezensent die ernüchternde Wahrheit: das Haus brannte ab, die Familie zog zurück, beinahe alle Kinder starben auf den Straßen an "Drogen, Alkohol und Gewalt".

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