Martin Seel läßt sich durch die Thesen Abels nicht überzeugen. Der Autor habe zwar manch "originelle Antwort" und "elegante Lösung" zu bieten, erreiche dies jedoch nur mit eigenwilligen Verkürzungen zentraler Begriffe. So liege mit dem Text zwar ein "kompetentes Referat gegenwärtiger Diskussionen" vor, doch habe er kaum eine "überraschende Einsicht" zu bieten. In seinem Bemühen um eine "Universalantwort" auf alle Fragen, verhindere der Autor schon im voraus "umstürzende Antworten". Denn, so der Rezensent, "das Abenteuer der Philosophie fängt richtig erst an, wo der Schlüssel verloren geht", und den glaube Abel bedauerlicherweise mit seinen Thesen gefunden zu haben.
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