Gustav Mayer

Als deutsch-jüdischer Historiker in Krieg und Revolution 1914-1920.

Tagebücher, Aufzeichnungen, Briefe
Cover: Als deutsch-jüdischer Historiker in Krieg und Revolution 1914-1920.
Oldenbourg Verlag, München 2009
ISBN 9783486591552
Gebunden, 494 Seiten, 69,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gottfried Niedhardt. Gustav Mayer war der Pionier einer wissenschaftlichen Geschichtsschreibung zur ideen- und organisationsgeschichtlichen Entwicklung der deutschen und europäischen Sozialdemokratie. Die Edition macht deutlich, mit welchen Schwierigkeiten er konfrontiert war, als er mit diesem Thema im deutschen Wissenschaftsbetrieb Fuß fassen wollte. Darüber hinaus enthält der Band für die Jahre 1914-1920 Aufzeichnungen und Briefe Mayers zu den Konfliktlinien in Politik und Gesellschaft in Deutschland bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2010

Dieses Buch erinnert Jürgen Busche an den stolzesten und zugleich unglücklichsten Abschnitt der Parteigeschichte der SPD zu Zeiten der Begründung der ersten deutschen Republik. Busche ist der Meinung, dass sich die Vorgänge um Friedrich Ebert und Gustav Noske und die "verratene Revolution" durch diese Lektüre in einem neuen Licht betrachten lassen. Waren ihre Befürchtungen vor einer bolschewistischen Revolte tatsächlich so unbegründet, wie es die deutsche Linke seit jeher glaubt? Was der von Gottfried Niedhart herausgegebene Band über den Historiker Gustav Mayer an Material (Busche zitiert vor allem Tagebucheinträge) versammelt, ist für den Rezensenten ein Füllhorn an Zeitzeugnissen und in wissenschafts-, wie mentalitätsgeschichtlicher, aber auch in politischer Hinsicht von beträchtlichem Wert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.01.2010

Die Geschichte des deutsch-jüdischen Historikers Gustav Mayer findet Christoph Jahr der Lektüre wert. Die von Gottfried Niedhart mit "kenntnisreich" erstellte Edition seiner Tagebücher und Briefe aus den Jahren 1914 bis 1920 zeigt ihm einen Mann, dessen Engagement in der sozialistischen Arbeiterbewegung und für die Republik ihn zu einem Außenseiter machte, der seine Ämter in der Historischen Reichskommision und als Professor an der Berliner Universität verlor und in der Emigration kein Glück mehr fand. Für Jahr bezeugt Mayers Leben die Tragik einer unerfüllten Sehnsucht: Jude, Deutscher, deutscher Jude zu sein.

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