Nach Jahrzehnten deutschen Stillschweigens zu den in Griechenland während der Okkupation von 1941 bis 1944/45 begangenen Untaten mehrt sich in den letzten Jahren das öffentliche Erinnern. Der unterbelichtete Teil der gemeinsamen Vergangenheit verlangt jetzt vertiefte Kenntnisse, vor allem auch der Vor- und Nachgeschichte dieser traumatischen Erfahrungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2020
Michael Martens hält die "kenntnisreichen" Aufsätze des Historikers Hagen Fleischer in diesem Buch für eine Fundgrube, auch wenn die Inhaltsdichte und die kleine Schrift für ihn eine Herausforderung sind. Zu erfahren ist für den Leser laut Martens Wissenswertes über die Eroberung und Besatzung Griechenlands durch die Deutschen, über die Gewalttaten der Besatzer, die Kollaboration sowie die "juristischen Nachwehen" und die Wiederannäherung der beiden Staaten nach '45. Dass er sich nicht allen Beurteilungen des Autors anschließen kann, scheint Martens zweitrangig.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…