"Ich lerne Klavier spielen." Mit diesem Satz beginnen am 22. September die Aufzeichnungen, in denen die Ich-Erzählerin in Hanna Johansens neuem Buch "Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte" während dreier Monate dieses Vorhaben protokolliert, das sie weit in die Kindheit in Norddeutschland führt und wieder zurück in die Gegenwart, zur Gartenarbeit im Herbst, zum Wechsel von Beständigkeit und Verlust von Fähigkeiten und Kräften, zur Frage nach dem Zuhause. Wie lernte das Kind, das sie einmal war, die wichtigen Dinge für das Leben? Wie verändert sich das Lernen mit dem Älterwerden? Diese Fragen treiben die Schreiberin um.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2014
Meisterhaft dargestellt findet Martin Zingg in diesem Buch die Mühe der Erinnerung und ihre Unzulänglichkeit. Doch das ist nur ein Teil dessen, was Zingg an der Lektüre begeistert. Wie Hanna Johansen hier über das späte Erlernen eines Instruments und die damit verbundenen Mühen zum Problem der Erinnerung und zurück in ihre früheste Kindheit gelangt, als das Lernen so umfangreich und leicht war, scheint ihm faszinierend. Zumal die Autorin in einer "geschmeidigen" Sprache erzählt, wie Zingg erklärt.
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