Mit einem Nachwort von Gunda Luyken. Zum ersten Mal liegt Hannah Höchs Bilderbuch aus dem Jahr 1945 nun in einer Buchhandelsausgabe vor. Dieses Bilderbuch - in dem sich die Fabelwesen Rennquicke, Döfchen, Schnifti und Meyer 1 zu ganz wunderlichen Geschichten versammeln - ist nicht nur ein ganz bezauberndes Kinderbuch mit fröhlich-hintersinnigen Texten sondern zugleich auch, als das Werk einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, ein wichtiges Kulturdokument. Es ist bestimmt vom dadaistischen Prinzip der Fotomontage, an deren Entwicklung Hannah Höch zu Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich beteiligt war.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008
Erstaunlich ist vieles an diesem Buch, meint die Rezensentin Julia Voss, am erstaunlichsten aber vielleicht die Tatsache, dass es im Jahr 1945, unmittelbar nach Ende des Kriegs entstand. Von den düsteren Zeiten ist in den Illustrationen und Bild- und Fotomontagen nichts zu spüren. Erinnert fühlt sich Voss vielmehr an die Anfänge des Surrealismus, freilich in einer Art Hans-Fallada-Version. Zu sehen sind Tiere, aber diese Tiere, die von viel Farbe umtupft und umgeben sind, bleiben stets grau - und das hat, findet die Rezensentin, etwas "Verbeamtetes". Ein wenig unglücklich wirken sie da in ihrer surrealen Umwelt, der "Graumann", der Gesellschaft sucht, auch "Meyer I", der pünktlich ins Büro geht. Oder erst der "Unzufriedel", der weiß ist, obwohl er viel lieber schwarz wäre. Julia Voss vergleicht Höchs Tiercollagen mit Andre Malraux' fast zeitgleich entstandenen Ideen zum imaginären Museum: Hier wie da nähern das Belebte und Unbelebte sich einander an.
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