Der Bann ist gebrochen: Vom Dritten Reich wird wieder erzählt, als hätte es nur ein unschuldiges Volk und lauter Opfer gegeben. Der Blick durchs Schlüsselloch, die Intimisierung der Apokalypse, macht jeden Zuschauer zum "Zeitzeugen". Unbeschwert von geschichtlichem Wissen weiß er, wie die Geschichte gelaufen ist: Hitler war's!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.09.2006
Johannes Klotz preist begeistert dieses Buch über die zunehmende Tendenz in der Geschichtsschreibung und deren filmischer Aufbereitung, den Nationalsozialismus und den Holocaust ausschließlich der Figur Hitler zuzuschreiben. Vorzüglich analysiere der Autor insbesondere die Biografien Hitlers und Albert Speers von Joachim Fest sowie die Fernsehdokumentationen von Guido Knopp und komme überzeugend zu dem Schluss, dass es sich bei diesen Darstellungen um eine spezielle Form von Geschichtsklitterung, wenn nicht gar Geschichtsfälschung handelt, so der Rezensent beeindruckt. Am Ende entkräftet Heer die "marktgängigen Geschichtsmythen", die alles Unheil einem genialen und übermächtigen ?Führer' zuschreiben will, durch die von der Forschung zutage geförderte Faktenlage, worin der begeisterte Rezensent die eigentliche Bedeutung dieses Buches sieht.
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