Konrad Löw

Das Volk ist ein Trost

Deutsche und Juden 1933 - 1945 im Urteil der jüdischen Zeitzeugen
Cover: Das Volk ist ein Trost
Olzog Verlag, München 2006
ISBN 9783789281563
Gebunden, 381 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Bislang gibt es keine Veröffentlichung, in der das Verhältnis der gewöhnlichen "arischen" Deutschen zu den Juden in den Jahren zwischen 1933-1945 aus der Sicht der jüdischen Zeitzeugen, also der Hauptbetroffenen der Judenverfolgung, zusammenfassend dargestellt worden wäre.
Diese Lücke möchte Konrad Löw schließen - vor allem mit dem literarischen Erbe verfolgter Juden. Er beleuchtet in einem ersten Teil die Erfahrungen jüdischer Opfer, wie sie in Tagebüchern, Briefen, Lebenserinnerungen und Interviews ihren Niederschlag gefunden haben, die es in erfreulich großer Zahl gibt, so z.B. von: Else Behrend-Rosenfeld, Walter Bloch, Werner Blumenthal, Irma Dann, Inge Deutschkron, Albert Einstein, Wolf Elkan, Ludwig Feuchtwanger, Dorothee Fliess, Bella Fromm, Alfred Grosser, Ernest Heppner, Erich Hopp, Hans Dieter Jaene, Lilli Jahn, Victor Klemperer, Ruth Klüger, Max Krakauer, Edwin Landauer, Joseph Levy, Erich Leyens, Heinrich Liebrecht, Gerhard Löwenthal, Eric Lucas, Raffael Mibberlin, Hertha Nathorff, Siegfried Neumann, Marcel Reich-Ranicki, Hans Rosenthal, Ernst Sachs, Josef Schlüchterer, Margot Schmidt, Marguerite Strasser, Hermann Tuggelin, Valerie Wolffenstein u.v.m.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2006

Ausnehmend kritisch betrachtet Hans-Jürgen Döscher dieses Buch über Deutsche und Juden von 1933 bis 1945, in dem Konrad Löw zu zeigen versucht, dass die große Mehrheit der Deutschen die Judenpolitik des Dritten Reiches keineswegs bejahte. Löws Untersuchungsergebnis, das Gros der jüdischen Zeitzeugen habe dem deutschen Volk ein gutes Zeugnis ausgestellt, weist Döscher deutlich zurück. Er wirft dem Autor nicht nur vor, missliebige Quellen zu ignorieren und "tendenziöse Schlussfolgerungen" zu ziehen, sondern auch die christliche Komponente des Antisemitismus zu verkennen und generell wichtige Forschungsliteratur außer Acht zu lassen. Sein Fazit: Löws Buch ignoriere "auf eklatante Weise die gesicherten Befunde der seriösen Zeitgeschichtsforschung".
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