5 CDs mit 363 Minuten Laufzeit. April 1945: Der Krieg ist vorbei, doch nachts verfolgt den Schriftsteller Dr. Doll der Traum vom Bombentrichter, der ihn nicht freigibt - ihn und das ganze deutsche Volk nicht. Er will etwas tun gegen den Alpdruck der Mitschuld, doch niemandem kann er es recht machen als Bürgermeister einer mecklenburgischen Kleinstadt, eingesetzt von der Roten Armee. Er stiehlt sich fort und flüchtet sich in den Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten Berlins entgleitet ihm auch seine junge morphiumsüchtige Frau, und er hat um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2014
Ulrich Noethens Lesung des 1947 postum erschienenen Romans von Hans Fallada ist für Alexander Kosenina geprägt von Eindringlichkeit und feiner Stimmvariation. Laut Rezensent gelingt es Noethen so, die existenzielle und moralische Orientierungslosigkeit der Gesellschaft im April '45, die Fallada an einem Ehepaar exemplifiziert, zu transportieren. Dass sich hinter der Geschichte Falladas innere Emigration und eigene Krankheitsgeschichte verbirgt, weiß der Rezensent, sodass für ihn das Gehörte stets zwischen Fantasie und Wahrheit changiert.
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