Mit Beiträgen von Henry A. Kissinger und Hermann Scholl. Deutsche Unternehmer melden sich in der Regel selten öffentlich zu Wort. Noch seltener formulieren sie selbst, was sie sagen oder schreiben. Hans L. Merkle, einer der großen deutschen Unternehmer des letzten halben Jahrhunderts, gehörte zu den Ausnahmen von dieser Regel. Vielleicht ist seine Stimme deshalb weit über die Kreise der Wirtschaft hinaus vernommen worden. Durch seine Vorträge und Aufsätze, von denen hier eine Auswahl vorgelegt wird, zieht sich wie ein roter Faden die These, dass, umfassend verstanden, auch Wirtschaft ein Element unserer Kultur ist. Dazu gehört das Begriffspaar Dienen und Führen - im Sinne der Bereitschaft, eine Idee zu verfolgen und sie durchzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2002
Der Band versammelt Reden und Aufsätze von Hans Merkle, dem vor zwei Jahren verstorbenen langjährigen Chef des Autozulieferunternehmens Bosch. Merkle, so Jürgen Dunsch, war ein Manager der ungewöhnlichen Art. Humanistisch gebildet und der entschiedenen Ansicht, dass der Unternehmer in der Pflicht der Gesellschaft stehe und "Bildung und Forschung" unterstützen müsse. Treffend findet der Rezensent das Bild Merkles, das Henry Kissinger in der Einleitung entwirft, als das eines Menschen, der "Integrationskraft" und "Führungsanspruch" zu verbinden wusste. Auf die einzelnen Aufsätze geht Dunsch kaum näher ein, er kann sich jedoch die Bemerkung nicht verkneifen, dass manchem Manager von heute die Lektüre keinesfalls schaden dürfte.
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