"Natürliche Gedichte" - unter diesem Titel hat Hans Magnus Enzensberger eine Auswahl aus seinem gesamten lyrischen Oeuvre getroffen. Es sind keine traditionellen Naturgedichte. Zwar finden sich deren Motive auch hier, der blühende Kirschbaum, Schwäne und Wolken, die See und die Jahreszeiten, doch ganz anders, als man sie von Naturgedichten erwartet. Stets tritt eine Verunsicherung, eine Störung ein, mit einem überraschenden Bild (ein Hase im Rechenzentrum), mit einer unerwarteten Metapher (das neuronale Netz als Affenbaum). Hier ist nichts von Naturmagie oder Idylle ("Ich weiß nicht, wie Manna schmeckt"), hier ist die Natur zur Chiffre für das Bedrohte und die Bedrohung zugleich geworden ("Der Eisberg kommt auf uns zu / unwiderruflich").
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