Hans-Rainer Duncker (Hg.)

Beiträge zu einer aktuellen Anthropologie

Zum 100jährigen Jubiläum der Gründung der Wissenschaftlichen Gesellschaft im Jahre 1906 in Strassburg
Cover: Beiträge zu einer aktuellen Anthropologie
Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783515087094
Gebunden, 442 Seiten, 78,00 EUR

Klappentext

Aus dem Inhalt Hans-Rainer Duncker: Vorstellungen zu einer aktuellen Anthropologie aus biologisch-medizinischer Sicht Wolf Singer: Selbsterfahrung und neurobiologische Fremdbeschreibung. Zwei konfliktträchtige Erkenntnisquellen Peter Janich: Die Sprache der Naturwissenschaften vom Menschen (mit einer Fallstudie als Anhang: Zwischen Selbsterfahrung und Neurobiologie - ein Kampf zweier Mythen?) Klaus Lüderssen: Das Subjekt zwischen Metaphysik und Empirie. - Einfluss der modernen Hirnforschung auf das Strafrecht? Arbogast Schmitt: Gehirn und Bewusstsein. Kritische Überlegungen aus geistesgeschichtlicher Sicht zum Menschenbild der neueren Hirnforschung Karl Häuser: Zum Menschenbild in der Nationalökonomie Lars Johanson: Menschenbilder in der Sprachwissenschaft Herrmann Jungraithmayr: Grammatik und Wahrnehmung in afrikanischen Sprachen Erika Simon: Anthropos. Der Mensch in der griechischen Bildkunst Michael Stolleis: Das Menschenbild der Verfassung Dieter Vaitl: Das Menschenbild der Psychologie Reinhardt Brandt: Die pragmatische Anthropologie und die Selbstbestimmung des Menschen bei Kant Mario Cattaneo: Anthropologie, Metaphysik, Moral und Recht Dietrich Korsch / Cornelia Richter: Gottesbilder - Menschenbilder. Zur Transformation normativer Instanzen

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2006

Hier treten sie noch einmal und wieder einmal gegeneinander an: Die neurobiologischen Hirnwissenschaftler wie Wolf Singer gegen die Geisteswissenschaftler und Philosophen, namentlich hier Peter Janich und der Strafrechtler Klaus Lüderssen. Nach Dialog oder Versöhnung klingt nicht, was der Rezensent Martin Urban hier referiert - ohne im Übrigen, wie es scheint, selbst auf der einen oder anderen Seite Stellung beziehen zu wollen. Referiert werden bekannte Positionen: Die Neurobiologen erklären den Menschen mit dem Blick auf Hirnstrukturen; die Philosophen sehen hier nichts als "gegenaufklärerische Verdunklung". Nichts Neues also von der Front der aktuellen Anthropologie.

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