Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2002
Nicht um das Wie sondern um das Warum geht es in diesem in der Reihe 'ars historica' erschienenen Werk des 1988 verstorbenen Verfassers, schreibt Peter Stadler. Allerdings hat Simmler, und mit ihm der Rezensent, das Warum gänzlich als positive Geschichtsschreibung aufgefasst, nach dem Motto: welche Regierung - die Deutschlands, Russlands, Japans, der USA etc. - hat aus welchen strategischen Motiven was entschieden, wer griff wen wann und wo an, konsolidierte Gewinne, erfuhr Niederlagen oder zog sich zurück. Simmlers grundsätzliche Konstellation wird dabei von Stadler referiert als: die Weltmächte USA und UdSSR streben nach "Welteroberung", Hitler-Deutschland verzichtet auf koloniale Politik und will stattdessen "Raum im Osten" und Japan braucht wegen des "festgefahrenen" Krieges gegen China eine "gewaltsame Ablenkung" und entscheidet sich für "Raumgewinnung" im Pazifik. Stadler lobt Simmlers eindrückliche Fähigkeit, die sich hieraus ergebenden Phasen des Krieges "anschaulich zur Geltung zu bringen", verzichtet aber gänzlich auf eine kritische Würdigung eines solchen Ansatzes, der über Militärgeschichtliches nicht hinauszugehen scheint.
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