Mit 400 Farbabbildungen. Unter Mitarbeit von David Bucheli, Maike Christadler, Philipp Gasser, Robin Michel, Moema Künzler und Florian Simon. Ein Kameramann stellte im Herbst des Jahres 1896 auf der alten Basler Rheinbrücke den hochmodernen Kinematografen der Lyoner Fabrikanten Lumière auf und drehte während 50 Sekunden eine Ansicht von Kleinbasel. Doch der Eindruck von spontaner Beiläufigkeit trügt. Die jahrelange Analyse dieses Filmdokuments geriet zur Detektivarbeit und eröffnet völlig unerwartete Einsichten in die Hintergründe der Produktion und in die Beziehungsgeflechte dieses trotz Pannen minutiös inszenierten Films. Und sie enthüllt die Identität der zentralen Figuren. Die Publikation des interdisziplinären Forschungsprojekts zum ersten Basler Film zeichnet die historischen, wirtschaftlichen und medialen Kontexte nach.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2019
Urs Hafner lässt sich von Hansmartin Siegrist ins Jahr 1896 zurückversetzen, als Basels erster Film in der Stadt am Rhein gedreht wurde. Viel mehr als ein Bild der Belle Epoque bietet ihm der akribisch filmforschende Autor, wenn er von den gesellschaftlichen Verhältnissen und Beziehnugen der Protagonisten des Films über die "Schleichwerbung" und allerhand Pannen bis zum Wetter am Drehtag in die Details geht. Verblüffend, was Siegrist alles herausgefunden hat, findet Hafner. Das Ergebnis ist eine dichte "filmhistorische Stadtgeschichte", die Fäden knüpft, abschweift und spekuliert, so Hafner.
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