Fast 40 Jahre dämmerte die NPD im politischen Wachkoma - seit dem gescheiterten NPD-Verbotsverfahren feiert sie wieder Wahlerfolge, insbesondere im Osten Deutschlands. Dort findet die Partei besonders günstige Bedingungen für ihren Marsch gegen die Demokratie. Müssen wir uns an NPD-Wahlerfolge gewöhnen? Was unterscheidet die NPD von früher? Welche Ziele verfolgt sie? Wer wählt sie und warum? Wovon profitiert sie? Wie kampagnefähig ist sie? Wie und warum erringt sie Wahlerfolge? Welches Bedrohungspotential geht von ihr aus? Antworten darauf gibt dieses Buch: Es liefert die erste umfassende und sachorientierte Analyse der neuen NPD - eine Analyse, die insbesondere untersucht, welche Veränderungen inner- und außerhalb der NPD ihre jüngsten Erfolge befördert haben. Dadurch bietet es eine solide Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Partei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2008
Jedem politisch Interessierten kann Hans-Joachim Föller dieses Buch über die NPD sehr empfehlen. Der Bonner Politikwissenschaftler Harald Bergsdorf biete darin eine lesbare, kompakte Gesamtdarstellung, die die Ursachen für das Erstarken der NPD im Osten Deutschlands vor allem als Erbe der DDR darstellt. Denn die SED habe ihren Bürgern in weiten Bereichen erfolgreich die Achtung vor der Pluralität ausgetrieben. Wie Rezensenten Föller in seiner kurzen Kritik dieses Buches noch erwähnt, plädiere Bergsdorf für eine zweigliedrige Gegenstrategie: Keine Kooperation mit der NPD als Partei, aber offensive Auseinandersetzung mit ihren Themen.
Nicht wirklich befriedigend scheint Astrid Geisler dieses Buch über den Erfolg der NPD, das der CDU-nahe Politologe Harald Bergsdorf vorgelegt hat. Den Überblick über Parteigeschichte, Ideologie, Strategien und Wählerschaft der NPD, den der Autor gibt, findet Geisler durchaus solide. Wirklich Neues aber hat sie nicht erfahren. Auch vermisst sie eine Nahaufnahme der NPD. Skeptisch betrachtet sie zudem die Ursachenforschung, die Bergsdorf betreibt: Schuld an den Erfolgen der NPD im Osten Deutschlands seien laut Bergsdorf vor allem die PDS und ihre Vorgängerpartei, die SED, die einen idealen Nährboden für die Braunen hinterlassen hätten. Bergsdorfs Belege für diese vehement behauptete These findet Geisler allerdings ziemlich "dünn".
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