Mit 252 s/w-Abbildungen. Das Buch ist in Kollaboration des Malers Christopher Wool und des Filmemachers Harmony Korine entstanden. Die beiden Künstler testen in einer Serie von experimentellen Bildern den Übergang zwischen Abbild und Abstraktion aus und gehen an die Grenzen visuellen und textuellen Erzählens. Die Fotografien Korines bilden die Basis für einen intensiven Prozess des Aufeinanderschichtens, Malens, Überdruckens und Kopierens. Jedes Bild ist mehrfach zwischen den beiden Künstlern hin und her gewandert, so lange, bis es selbst nur noch in einem schattenhaften Umriss erscheint. Darüber haben sich Schichten von flimmernden, gepixelten Flächen, zufälligen Mustern, Schlieren und hingetropften Gebilden abgelagert. Die fragmentierten, verzerrten Bilder mutieren unter diesem mechanischen und künstlerischen Prozess und der Gewalt zum Trotz, die ihnen angetan wird, bleibt ihre Erzählung lebendig.
Etwas ratlos steht Brigitte Werneburg vor diesem "schönen, schlicht aufgemachten" Buch. Kein Text, nur Bilder. Christopher Wool arbeitet als Maler mit Motiven der Populärkultur, erklärt sie, bewege sich dabei aber immer am Rande der Abstraktion. Die Fotos von Harmony Korine sind die "Grundlage" der im Band enthaltenen Bilder, über die Wool dann mehrere Schichten Farbe gelegt hat. Wie die beiden jedoch genau zusammengearbeitet haben, mit welchen Techniken, und was ihre Motive waren, bleibt dunkel. Einige Informationen - etwa dass jedes Bild mehrfach zwischen den beiden Künstlern hin und her wanderte - hat Werneburg der Pressemitteilung des Verlags entnommen. Viel geholfen hat ihr das aber auch nicht.
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