Harold Bloom

Die Kunst der Lektüre

Wie und warum wir lesen sollten
Cover: Die Kunst der Lektüre
C. Bertelsmann Verlag, München 2000
ISBN 9783570003343
Gebunden, 314 Seiten, 23,52 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Angelika Schweikhart. Lesen bildet. Aber vor allem: Lesen macht Spaß. Lesen ist Vergnügen, Genuss, Erotik. Lesen kann man überall, ohne Vorbereitung, ohne Hilfsmittel und ohne Beschränkungen. Beim Lesen lernt man sich selbst kennen. Lesen macht weniger einsam, macht weltoffen, klug, fröhlich, mutig und - wenigstens für eine Weile - glücklich. Weil Harold Bloom dies alles, und noch viel mehr, weiß, hat er sein wunderbares Brevier über die Lesekunst geschrieben. Ohne gelehrten Zeigefinger lädt er ein zu einer Lesereise durch Zeiten, Genres und Künstlerschicksale. Mit leichter Hand entführt er in die Welt der kurzen Geschichten, der großen Romane, der Dramen, die seit Jahrhunderten Menschen bewegen, und der Gedichte, die in wenigen Zeilen Welten erschaffen. Seine literarischen Beispiele entlehnt er den Werken von Maupassant, Tschechow, Hemingway, Nabokow, Calvino, Blake, Whitman, Keats, Proust, Cervantes, Dostojewski, Ibsen, Faulkner, Pynchon, McCarthy und vielen anderen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000

Lesen ist eine ernste Sache und die Lektüre eine Kunst, so die Überzeugung des Literaturwissenschaftlers Harold Bloom. Diese Kunst will er mit seinem Buch vermitteln. Rezensent Kurt Oesterle bescheinigt Blooms Vorgehen "didaktische Vorsicht" und bespricht den Band sonst im Referat der Thesen und des Inhalts. "Mitleidendes Vergnügen" ist das Schlüsselwort von Blooms Lektüreverständnis, abgelehnt werden dagegen, so Oesterle, Postmoderne und Dekonstruktion mit ihrer These vom "Tod des Autors". Unter den besprochenen Autoren dominieren die englischsprachigen, wobei über allen anderen aber zwei unerreichte Genies stehen: Shakespeare und Cervantes. Das Motiv für dieses Buch, so Oesterle, ist der Versuch, sich dem Verfall der Lesekultur entgegenzustellen. Große Hoffnung gibt es freilich nicht: Ironie etwa, referiert Oesterle sehr ernst, sei inzwischen weitgehend unverständlich geworden.

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