Herausgegeben von Kristian Köchy und Dirk Stederoth. Das vorliegende Buch soll - jenseits eines abstrakten Streites der Fakultäten um die Deutungshoheit - die unterschiedlichen Wissenschaftskulturen zum Thema "Willensfreiheit" ins Gespräch miteinander bringen. Es ist gelungen, zu diesem Zweck maßgebliche Vertreter der involvierten Fachzweige zu versammeln. Neben der Darlegung der einschlägigen fachwissenschaftlichen Befunde aus Biochemie, Neurobiologie, Kognitionspsychologie und Sportwissenschaft geht es darum, diese in einen wissenschaftshistorischen und methodologischen Kontext zu stellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2006
Aufschlussreich findet Helmut Mayer diesen von Kristian Köchy und Dirk Stederoth herausgegebenen Band, der unterschiedliche Perspektiven in den Blick nimmt, aus denen Wille und Willenshandlungen betrachtet werden können. Die disziplinären Hintergründe und Ansätze von Neurowissenschaftlern, Psychologen und Philosophen werden für Mayer in der Debatte um die Willensfreiheit besonders deutlich. Neben den psychologischen Forschungen von Ekkehard Stephan, Matthias Willmann und Armin Kibele, die sich mit nichtbewussten Einflüssen auf unsere Urteile beziehungsweise Bewegungshandlungen im Sport befassen, lobt er den "vorzüglichen Überblick" über die Positionen der psychologischen Debatte von Henrik Walter und Thomas Goschke. Zudem hebt er die Beiträge der Philosophen Ansgar Beckermann, Bettina Walde und Michael Pauen sowie des Neurowissenschaftlers Uwe van der Heiden hervor, die auf die Vereinbarkeit tragfähiger Begriffe von Willensfreiheit mit möglichen Formen von Determiniertheit zielen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…