Aus dem Englischen von Michael Haupt. Sie waren eines der berühmtesten Paare der Welt: der existentialistische Philosoph Jean-Paul Sartre und die Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir. Die gegen viele Tabus öffentlich gelebte Beziehung der beiden Intellektuellen währte über 50 Jahre und beeinflusste ganze Generationen. Anhand privater Aufzeichnungen von Gesprächen und bisher unveröffentlichten Korrespondenzen enthüllt Hazel Rowley in diesem spektakulären Doppelporträt die Realität dieses Paares hinter seiner öffentlichen Fassade.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2008
Rezensent Joseph Hanimann stellt zufrieden fest, dass es Hazel Rowley gelungen ist, über das Paar Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre ein aufschlussreiches Doppelporträt zu schreiben, obwohl deren legendäre offene Beziehung ein durch die Nachwelt gründlich beackertes Feld darstellt. Sichtlich erfreut registriert der Rezensent, dass die britische Autorin weder einen moralischen oder voyeuristischen Standpunkt einnimmt, noch allzu theorielastig wird. Dafür gelingt es ihr deutlich zu machen, dass die zum Mythos gewordene, offene Liebesbeziehung ihren Protagonisten mitunter auch ein hohes Maß an Leidensfähigkeit abverlangte und wiederholt fast zerbrach, so Hanimann. Besonders aber beeindruckt ihn, dass die Autorin spürbar machen kann, was für ein "Abenteuer" diese Art der Beziehung darstellte, und dafür nimmt der Rezensent auch in Kauf, dass der Erzählweise dieser Doppelbiografie mitunter etwas allzu Additives anhaftet, wie er leise moniert.
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