Warum sind Tiere so faszinierend für uns? Dieser Frage ist Heidi Platen auf der Spur. Ob Schaf, Automarder, Urpferdchen, Laubfrosch, Diskusfisch, Hund oder Spinne - jedes Tier hat für uns eine eigene Bedeutung. Wir weisen ihm eine bestimmte Rolle zu, die auch viel über uns verrät: Freund, Feind, Statussymbol, Forschungsobjekt. Heidi Platens feuilletonistische Tier-Reportagen handeln deshalb nicht nur von Tieren, sondern genauso von Menschen; von Liebe und Abscheu, Bewunderung und Geringschätzung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2003
Unterhaltsam und lehrreich findet Antje Weber die Tierreportagen von Heide Platen. Die Geschichten rücken einige Vorurteile über bestimmte Tiersorten gerade - zum Beispiel entdeckt sie die Ratte als charakterliches "Alter Ego des Menschen", der sich aber undankbar für seine tierische Entsprechung zeigt und "alle nur erdenkbaren Gräuelvisionen auf den kleinen Nager projiziert". Platen hat gut recherchiert, befindet Weber, und "seziert detailreich und unsentimental die in vielerlei Hinsicht gestörte Beziehung zwischen Mensch und Tier". Ein anderes, relativ unbekanntes und sehr skurriles Tier, mit dem Platen sich eingehend beschäftigt, ist der Nacktmull - insofern rückt die Lektüre nicht nur Vorurteile gerade, sondern man erfährt auch Dinge, von denen man vorher gar keine Ahnung hatte.
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