Mit 167 schwarz-weiß Abbildungen. Noch immer trifft die Bemerkung von Ludwig Marcuse zu: "Die Geschichte der Entdeckung Sanarys ist noch nicht geschrieben worden." Es bleibt viel zu erforschen in Archiven und in Nachlässen von deutschen und österreichischen Schriftstellern und anderen Künstlern, die zwischen 1933 und 1945 an der südfranzösischen Küste Schutz vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten suchten. Sicherheit bot ihnen Frankreich auf ihrem Fluchtweg jedoch nur vorübergehend. Dieser reichhaltig illustrierte Band dokumentiert den Aufenthalt einer großen Zahl deutschsprachiger Autoren.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Heike Wunderlichs "Sanary-sur-Mer" ist eine angenehme, auch beinahe notwendige Ergänzung zur Anthologie von Voswinckel und Berninger. Wunderlich bietet nach einer 70seitigen Einleitung in die südfranzösische Emigration auf den verbleibenden 230 Seiten 28 Biografien, in denen meist die Autoren mit ihren Gattinnen porträtiert werden. Von Brecht bis Zweig. Mit vielen Fotos. Auf den Seiten 86 und 87 entdeckt man, dass Marta und Lion Feuchtwanger - von wegen Gegensätze ziehen sich an! - ihre Spiegelbilder geheiratet haben. Großartig auch das Foto, das Feuchtwanger im schwarzen Zweireiher auf der Terrasse seiner Villa zeigt - im Hintergrund das Mittelmeer - und an den Füßen erblickt der verblüffte Betrachter die schönsten deutschen Filzpantoffeln... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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