Katalog zur Ausstellung in der Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum herausgegeben von Thomas Eder und Martin Hochleitner.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2003
Vor einem halben Jahr verstarb der österreichische Schriftsteller Heimrad Bäcker, dessen künstlerisches Schaffen nun in diesem ihm gewidmeten Band dokumentiert ist, berichtet Paul Jandl sichtlich beeindruckt. Dankenswerterweise enthält der Band sowohl Bäckers Gedichte und visuellen Texte sowie seine Fotografien, ergänzt wird das ganze durch Aufsätze, die Bäckers Arbeit erläutern, informiert Jandl. Bäckers künstlerisches Anliegen lautete "Dokumentarische Dichtung", so der Rezensent, ein Verfahren, das Bäcker in den beiden Bänden seiner "Nachschrift" angewandt habe, wo er authentisches Material über die nationalsozialistischen Vernichtungsmethoden so montierte, dass das Material als "Konkrete Poesie" ein Bild des Schreckens hervorrief und zugleich jede Möglichkeit zur Fiktionalisierung verweigerte, erläutert Jandl. Auch als Fotografen zog es Bäcker immer wieder nach Mauthausen, berichtet Jandl, wo er die Relikte des Verbrechens in Schwarzweißaufnahmen festhielt. Denn auch in den Spuren der Vergangenheit konkretisiert sich noch immer das Geschehene, schreibt Jandl, und eben um diese Möglichkeit der Konkretion sei es Bäcker stets gegangen.
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