Aribert Heim gilt als einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher. Die Medien gaben ihm Namen wie "Dr. Tod" oder "Der Schlächter von Mauthausen"; sie zeugen von der ungeheuren Grausamkeit, mit der er als SS-Arzt jüdische KZ-Insassen behandelte. Er war zwar nur etwa zwei Monate auf der Krankenstation des Konzentrationslagers Mauthausen eingesetzt, wird für diesen kurzen Zeitraum jedoch für die bestialische Ermordung zahlreicher Häftlinge verantwortlich gemacht. Erst 1979 wurde er dafür in Abwesenheit in einem späten Spruchkammerverfahren in Berlin zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und als "Hauptschuldiger" eingestuft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2010
Über den Fall des Naziarztes Aribert Heim weiß Ronen Steinke so einiges. Seine Besprechung des Buches von Stefan Klemp bleibt allerdings eher vage. Laut Steinke handelt es sich um die Geschichte einer Fahndung, an der der Historiker Klemp vom Simon Wiesenthal Center selbst beteiligt gewesen ist und die er hier dokumentiert. Der Rest, die an sich brennende Frage etwa, warum man in Südamerika suchte, während Heim all die Jahre in Ägypten weilte, und Vermutungen über den Verbleib von Heims Leichnam lassen uns angesichts von Steinkes Ausführungen ganz kalt.
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