1952 wurde die Sozialistische Reichspartei (SRP) aufgelöst. Das Gericht sah in ihr eine Nachfolgeorganisation der NSDAP. Henning Hansen zeichnet die Entwicklung der SRP detailliert nach von ihrer Gründung bis zu ihrem Verbot. Durch die Auswertung umfangreicher Archivmaterialien auch aus Beständen der Stasi und der Alliierten entsteht das Bild einer Partei, die mit recht einfachen Mitteln vermochte, dem demokratischen Neuaufbau in Westdeutschland Narben zuzufügen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2007
Petra Weber scheint mit Henning Hansens Arbeit über den Aufstieg und Fall der 1952 verbotenen rechtsextremen Sozialistischen Reichspartei (SRP) nicht ganz zufrieden. Der Darstellung der Führungskader der SRP und des Mitglieder- und Wählerprofils kann sie zwar zustimmen. Allerdings deckt sich diese in ihren Augen "weitgehend mit bereits vorliegenden Ergebnissen der Forschung". Richtig findet sie Hansens Verweis auf die laxe Haltung der bürgerlichen Parteien gegenüber der SRP, vermisst aber die Frage, ob und inwieweit der Erfolg der SRP bei den demokratischen Parteien einen Rechtsruck und eine Aufweichung der Abgrenzung gegenüber dem Rechtsextremismus bedingt habe. Sie hält Hansens zudem vor, die Rolle des Antisemitismus in den Propagandareden der SRP zu unterschätzen. Außerdem hätte sie sich eine "bessere Einbettung" der Studie in die Kontroverse um die Vergangenheitspolitik und eine "eindeutige Stellungnahme" zu den dort geäußerten Positionen gewünscht.
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