Wer die ersten zehn Jahre von Namibias Unabhängigkeit noch einmal Revue passieren lassen möchte, dem kann Rezensent Joachim Zeller dieses Buch nur empfehlen. Der Band, der Henning Melbers Jahresüberblicke des "Afrika-Jahrbuchs" versammelt, bietet nicht nur einen Überblick über die innen- und außenpolitische, sondern auch über die sozioökonomische Entwicklung des Landes in der nachkolonialen Ära, berichtet Zeller. Klar benenne Melber die Fehlentwicklungen des im gesamtafrikanischen Kontext relativ gut dastehenden Landes: Neben dem Demokratiedefizit und dem intoleranten Meinungsklima sind es die ökonomischen Schwierigkeiten, die Melbers Besorgnis erregen. So gestalte sich die angestrebte Transformierung der aus Kolonial- und Apartheidzeiten ererbten Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft äußerst schwierig, die sozialen Gegensätzen nähmen zu und die Verschuldung des Staatshaushalts wachse an. Insgesamt Zeller würdigt Melbers Chronologie des noch jungen Namibia als "gut lesbare und engagierte Analyse".
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…