Niemand denkt gern ans Sterben. Auch Katja und Henriette nicht. Aber sie müssen: Katja hat Krebs und liegt im Sterben. Sie ist 37. In den letzten Monaten besucht Henriette Katja fast täglich und versucht, ihrer Freundin auf dem Weg in den Tod beizustehen. Erst nach dem Tod von Katja wird Henriette bewusst, was für eine ungeheuerliche Reise sie selbst, als Begleiterin, erlebt hat. Und diese Reise schildert sie hier, mit allen Ratlosigkeiten, aber auch den tief erlebten Erfahrungen: für das eigene Leben und für das Verständnis, dass erst im Schlussakkord das Leben vollendet ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.07.2006
Henriette Kaiser habe ein bewundernswert neutrales Buch über das Sterben ihrer Freundin geschrieben, in einer interpretationslosen, quasi "dokumentarischen" Haltung. Ursprünglich, berichtet Rezensentin Meike Fessmann, habe die Autorin einen Film drehen wollen, der aber aufgrund des unerwartet schnellen Todes der Freundin nicht zustande kam. Gegliedert hat die Autorin ihren Bericht nach den Räumen bis zum Hospiz, in denen Katja ihre letzten Wochen zugebracht hat. Dass der Leser letztlich "ratlos" bleibe angesichts des so frühen Todes der 36 Jahre jungen Frau, beweist der Rezensentin die Qualität von Henriette Kaisers Darstellung.
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