Mit Saskia Jungnikl. Peter Simonischek ist einer der vielseitigsten Schauspieler im deutschen Sprachraum. Burgschauspieler, Filmstar, Lebemann, er steht auf dem Zenit seines Schaffens, erntet, was er die Jahre zuvor gesät hat, er hat viel gesehen, noch mehr erlebt und ja, er hatte im Leben richtig viel Glück. Und dann ist plötzlich alles anders: Eine Diagnose zwingt ihn zur Auseinandersetzung mit seinem Leben und dem Tod . Gemeinsam mit der Autorin Saskia Jungnikl-Gossy stellt Peter Simonischek seine Lebensthemen auf den Prüfstand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2023
Teils unangenehm angegangen findet sich der am Ende gleichwohl angetane Rezensent Claudius Seidl von diesem Buch, das aus einem Gespräch entstanden ist, das die Journalistin Saskia Jungnikl-Gossy mit dem Schauspieler Peter Simonischek kurz vor dessen Tod geführt hat. Wenn im Satz etwa einzelne Worte durch viel freien Raum um sie herum monumentalisiert werden, dann passt das, findet der Rezensent, gar nicht zu Simonischek, der auf der Bühne oder im Film stets eine Lässigkeit ausstrahlte, die mit seiner eindrücklichen Statur zusammenhing. Ohne solche Tricks wäre das Buch auch reichlich kurz ausgefallen, so Seidl weiter, was freilich daran liegt, dass Simonischeks Krebserkrankung zum Zeitpunkt des Gesprächs schon weit fortgeschritten war. Was das Gespräch selbst betrifft, liest Seidl lieber Simonischeks Gedanken übers Leben als seine Ausführungen über die Schauspielkunst, die dem, was der Schauspieler etwa in "Toni Erdmann" praktisch vorgeführt hat, für den Kritiker wenig hinzufügen. Insbesondere wenn es um Anekdoten aus Simonischeks Jugendzeit geht, lohnt sich die Lektüre, schließt Seidl versöhnlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2023
Rezensentin Christine Dössel liest tief gerührt den von Peter Simonischek mit Saskia Jungnikl-Gossy verfassten Band. Letzte Fragen behandelt der schwer erkrankte Schauspieler darin auf sympathische, authentische Weise, versichert Dössel. Auch über seine Kindheit, seine Rollen und die Liebe zum Theater berichtet Simonischek unaufgeregt und sehr persönlich, so Dössel. Besonders gefällt ihr, dass die Journalistin Jungnikl-Gossy zwar sehr nah dran ist an Simonischek, aber die Gespräche sehr dezent leitet, menschlich und erfreulich wenig fachspezifisch. Ein "rhapsodisches", uneitles Buch, freut sich die Rezensentin.
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