Durch eine Verwechslung wird das Leben des kleinen Bluffers Felix Gidden 1957 in Düsseldorf vollkommen aus der Bahn gehoben, als er von Schlägern brutal zugerichtet wird. Barbara, die junge Frau des Industriellen Johannes Gidden, hat in einem Kasino in Istanbul Spielschulden gemacht, darum ist man hinter einem Gidden her. Felix muss beweisen, dass er der falsche Gidden ist, denn sein Leben ist bedroht. Er findet den anderen Gidden und willigt ein, für ihn nach Istanbul zu reisen, um die Verwechslung aufzuklären und die Spielschuld zu begleichen. Während seines Aufenthalts in der Türkei kommt er mit Selim Bay zusammen, einem berühmten Spieler, der den jungen Felix in die Kunst des spielerischen Betrugs einführt. Bessessen bleibt Felix zeitlebens von jener schemenhaften Barbara Gidden, die er nie finden kann, darum beauftragt er schließlich einen Privatdetektiv, nach ihr zu fahnden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2012
Die Bleischwere am Ende durch Themen wie Menschenhandel und Drittes Reich verzeiht Oliver Pfohlmann dem Autor nicht. Zu süffig, leichtfüßig erscheint ihm, was er zuvor gelesen, zu liebenswert der vom Autor eingeführte Hochstapler (er verkauft Menschen die Zeit!) auf internationalem Parkett. Thomas Mann und Highsmith grüßen herüber. Gekonnt findet Pfohlmann auch die Perpektivwechsel und die rasante Erzählweise, mit der Herbert Genzmer seine abenteuerliche Geschichte präsentiert. Schade drum, findet der Rezensent.
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