Mit einem Nachwort von Dieter Koepplin. Tiere spielen im Leben und künstlerischen Werk von Joseph Beuys eine große Rolle, wobei der Schwan aufgrund seiner Beziehung zu seiner Heimatstadt Kleve und zur Natur der niederrheinischen Landschaft eine besondere Bedeutung für ihn einnimmt. Heribert Schulz widmet sich in den Schwanendarstellungen, die im Werk von Joseph Beuys bereits im Frühwerk auftauchen, ihrer Ästhetik und Bedeutung sowie dem Leda-Mythos und der damit verknüpften Aussage zum Gestaltenwandel. Er verweist auf die in zahlreichen Schwanenbildern vorgestellte "Intelligenz der Schwäne" und diskutiert die "Ätherschwanenfigur". In den Schwanentafeln, 1977 in Kassel und 1980 Perugia entstanden, vollzieht Schulz die von Beuys gezogene Verknüpfung des Schwans mit gesellschaftspolitischen Vorstellungen nach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2013
Christa Lichtenstern dankt dem Autor Heribert Schulz im Namen der Beuys-Forschung, der Schulz mit diesem seinem letzten Buch laut Rezensentin einen großen Dienst erwiesen hat. Die Deutungen des geistes- wie naturwissenschaftlich geschulten Autors zur Beuysschen Schwanen-Thematik zeigen Lichtenstern zum einen die Traditions- und Assoziationszusammenhänge auf, in denen Beuys sich bewegte. Zum anderen bietet ihr der Autor schlüssige Ikonografien an, etwa zur sogenannten "Ätherschwanenfigur" bei Beuys, die Schulz auf den Steinerschen Begriff "Ätherleib" zurückführt.
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