Mit 116 Abbildungen. Joseph Beuys (1921-1986): einerseits als Künstler von Weltruhm gefeiert, andererseits aber als "Scharlatan" angefeindet. Wie kaum ein anderer prägte und polarisierte er die zeitgenössische Kunst. Welche Rolle spielt der Mann aus Kleve, der zum Inbegriff der Gegenwartskunst geworden ist, heute? Philip Ursprung begibt sich auf eine zeithistorische Reise zu 24 zentralen Beuys-Schauplätzen und bietet dabei einen umfassenden Überblick über das Gesamtwerk des Künstlers im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang der Bundesrepublik Deutschland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2021
Rezensent Eduard Beaucamp begrüßt das Buch des Kunsthistorikers Philip Ursprung. Allerdings gibt er zu bedenken, dass der Autor den Ruhm des Künstlers letztlich affirmiert und befestigt, wenngleich mit sachlich klarer Erörterung der Werke (oft an ihren Schauplätzen) und Thesen. So bodenständig die Analysen im Buch ausfallen, meint der Rezensent, wenn der Autor Beuys und seine Arbeit ins Verhältnis setzt zur Entwicklung Europas ab den 1950er Jahren, "stemmt" er ihn zur "Epochenfigur". Etwas mehr kritische Verve bei der Beuys-Befragung hätten Autor und Buch gut gestanden, findet Beaucamp.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2021
Rezensent Michael Diers hat seine Einwände gegen die Thesen des Kunsthistorikers Philip Ursprung zur Aktualität von Joseph Beuys. Ursprungs Monografie zum 100. Geburtstag des Künstlers findet er dennoch anregend, vor allem Ursprungs Idee, Werk und Biografie zu trennen und sich, zu den Orten der Beuys-Happenings und -Aktionen reisend, in den Künstler einzufühlen, auch wenn das nicht immer zu überzeugenden Ergebnissen führt, wie Diers erkennen muss. Die begleitenden Werkanalysen findet der Rezensent aufschlussreich.
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