Hermann Hesse

"Mit dem Vertrauen, das wir einander nicht verloren gehen können"

Briefwechsel mit seinen Söhnen Bruno und Heiner
Cover: "Mit dem Vertrauen, das wir einander nicht verloren gehen können"
Suhrkamp Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783518429051
Gebunden, 360 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Michael Limberg. Es ist nicht leicht, Sohn eines berühmten Vaters zu sein. Zumal wenn der Vater häufig abwesend ist und dann auch noch die Familie zerbricht. Wie es Hermann Hesse und seinen Söhnen Bruno und Heiner "trotz allem Schwierigen" gelungen ist, eine liebevolle, lebenslange Beziehung aufzubauen - davon erzählt dieser Briefwechsel, der fast 300, bislang unveröffentlichte Briefe enthält. Die hier wiedergegebene Korrespondenz setzt Anfang 1920 ein. Zwei Jahre zuvor hatte Hesses erste Frau und die Mutter seiner Kinder, Mia Hesse-Bernoulli, einen psychischen Zusammenbruch und wurde in eine Klinik eingewiesen. In der Folge sah er sich gezwungen, seine Söhne in Obhut zu geben: Der 14-jährige Bruno kam als Pflegesohn zu einem befreundeten Ehepaar, der vier Jahre jüngere Heiner erlebte eine Odyssee durch Kinderheime und Schulinternate.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2020

Hilmar Klute liest den von Michael Limberg herausgegebenen Briefwechsel Hermann Hesses mit seinen Söhnen Heiner und Bruno und erkennt, wie eifrig Hesse, seine politische Moral zu verteidigen wusste. Vor allem in Bezug auf den "aufbegehrenden" Sohn Heiner, der dem Vater Bonzentum vorwirft, spürt Klute eine große Reizbarkeit bei Hesse und seine Zerrissenheit zwischen Künstler- und Bürgertum. Dass der "Briefroman" mit der Korrespondenz mit dem Lieblingssohn Bruno auch Versöhnliches enthält, scheint Klute zu erleichtern.

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