Hermann L. Gremliza

Gesammelte Schriften

Band 1. 1963-1975
Cover: Gesammelte Schriften
Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2025
ISBN 9783911590006
Kartoniert, 30,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Friederike Gremliza und Wolfgang Schneider. Mit einführenden Vorworten von Dietmar Dath und Stefan Ripplinger.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.10.2025

Keine Lektüre für jeden, aber ein Vergnügen für Eingeweihte: So könnte man zusammenfassen, was Rezensent Martin Krauss über die ersten vier Bände der gesammelten Schriften Hermann L. Gremlizas schreibt. Krauss konzentriert sich in seiner Besprechung vor allem auf zwei hier noch einmal veröffentlichte konkret-Kolumnen, die Gremliza verfasste, eine, die die intellektuellen Gegenspieler des Autors lächerlich machte, indem sie sie zitierte, sowie eine zweite, die sich den brennenden Fragen der Zeit zuwandte. Krauss macht einige Entwicklungslinien im Schreiben des Autors aus, in den 1970ern war Gremliza noch jemand, der aus einer linken Perspektive breitere gesellschaftliche Bewegungen unterstützte, später war das nicht mehr so sein Ding. Weiterhin geht der Rezensent konkreter auf Passagen ein, die sich in brillant polemischer Manier unter anderem an Päpsten und Zeit-Autoren abarbeiteten. Alles in allem liest Krauss diese Texte nach wie vor sehr gern, sie entwerfen eine "dissidentische Perspektive" auf ihre jeweilige Zeit und sind, vor allem, verdammt gut geschrieben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2025

Rezensentin Edo Reents liest die ersten beiden Bände der gesammelten Schriften von Hermann L. Gremliza mit Freude. Einerseits freut ihn, das Gremliza Kommunist war und daher so etwas wie ein Solitär, zum anderen schätzt er seine stilistische Brillanz und Schärfe. Die antikapitalistische und antifaschistische "Überzeugungstäterschaft" des Autors spricht Reents schon aus den frühesten Texten der Jahre 1963-1975 an. Was Gremliza in seinen "konkret"-Heften vorlegte, ist für Reents Ausdruck von Haltung. Aktualität möchte er nicht herbeireden, aber beim Lesen von Gremlizas realpolitisch vernünftigen Einlassungen zur politischen Wirklichkeit seiner Zeit hat Reents mitunter den Eindruck, er lese eine Text zur Biegsamkeit der SPD von heute. Vergnüglich sind die Texte auch, so Reents.

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