10., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bearbeitet von Helmut Henne, Heidrun Kämper und Georg Objartel. Der neue "Paul" ist das einzige einbändige Wörterbuch des Deutschen, das die Bedeutungen der Wörter historisch entwickelt, literarisch belegt und die Literatur nach 1945 einbezieht. Schwerpunkte der neuen Auflage sind: Erweiterung um wichtige "Fremdwörter" bzw. Internationalismen, Aktualisierung entsprechend den jüngsten Entwicklungen des Wortschatzes, besonders in den Bereichen Wissenschaft und Technik, Medien und öffentlicher Sprachgebrauch, Sprache der "Wende" und der DDR. Neu gefasst ist der "Wegweiser zum Wortschatz", ein vorangestelltes Sachregister, das den Wortschatz historisch-systematisch gliedert und didaktisch aufbereitet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2002
Vor mehr als hundert Jahren (nämlich 1897) ist Hermann Pauls Standarwerk erstmals erschienen - und es spricht für seine Qualität, betont der Rezensent (Kürzel bgr.), dass man am grundlegenden Konzept auch in der jetzt erschienen 10. Auflage nichts geändert hat. In der Darstellung des "semantischen Wandels" des Wortschatzes lasse es sich, anders als die meisten vergleichbaren Wörterbücher, gar "fortlaufend" lesen. Im Vergleich zur letzten Auflage von 1990 hat der Umfang, so bgr., um 10 Prozent zugenommen. Der Rezensent begrüßt die Neuankömmlinge "politische Korrektheit" und "Politikverdrossenheit", aber auch - und freudiger - die "Polonaise" und den "Autostop".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.03.2002
Franziska Augstein macht sich die eher unübliche, dennoch lohnenswerte Mühe, die Neuauflage eines Wörterbuchs zu besprechen. Sie tut dies auf recht sinnfällige Weise, indem sie den 'Paul' gegen den 'Wahrig' zum Scrabbeln antreten lässt. Dabei zieht der 'Paul' natürlich den Kürzeren, da in ihm noch nicht einmal das Wort "Autobiografie" zu finden ist, geschweige denn ein punktebringendes Wort wie "Autoquacken", wie wir erfahren. "Dafür belehrt und erfreut" der 'Paul' durch die Reihe von liebevoll zusammengestellten Zitaten, von Jean Paul über Goethe bis zum Alterspräsidenten der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, erklärt Augstein. "Der 'Paul' ist ein Campus, auf dem die Gelehrsamkeit sich ein fröhliches Stelldichein gibt", lobt Augstein, "und dass diese sich gegen Systematisierung oftmals sperrt, zeigt sich nicht zuletzt am beigefügten 'Sachregister'. Das ist ganz willkürlich zusammengestellt und völlig unbrauchbar".
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