Deutschland ohne Amerika - eine historische Chance
Propyläen Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783549110188 Gebunden, 336 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Nie war seit dem Zweiten Weltkrieg so offensichtlich, welche Gefahren einem liberalen Europa drohen - und wie wenig Verlass auf alte Allianzen ist. Dies gilt ganz besonders für Deutschland und Amerika: Holger Stark analysiert, warum Trump keine Momentaufnahme ist, sondern etwas Neues. Und er sagt, worauf es jetzt ankommt: Auf der Grundlage von Gesprächen mit Regierenden und Ministern in Berlin, Brüssel und Washington rekonstruiert er die Fehler der vergangenen 25 Jahre - und entwirft ein Bild, wie eine Zukunft jenseits von Amerika aussehen könnte. Für Deutschland ist es an der Zeit, erwachsen zu werden. Es könnte ein zweiter Mauerfall-Moment werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2026
Rezensentin Viola Schenz lernt mit dem Buch des Investigativjournalisten und USA-Kenners Holger Stark eine Menge über die Vorgeschichte des "Epochenbruchs". Dass der Autor hier auf seine Interviews mit Vance, Scholz, Baerbock und anderen zurückgreift, erscheint Schenz legitim, zumal Stark diese Erinnerungen "klug und erkenntnisreich" ausdeutet, wie sie schreibt. Gut komponiert und lesbar ist das Buch außerdem, meint sie, dankbar für klare Analysen einer verwirrenden Weltlage. Dass Stark auch vor unangenehmen Fragen und Szenarien nicht zurückschreckt und bei seinen Erörterungen weit ausholt, gefällt Schenz gleichfalls gut. Etwas Straffung bei der Zeithistorie und Register im Anhang hätten sie noch mehr für das Buch werben lassen.
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